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Barbara Schöneberger im Interview: „Früher waren da nur ältere Männer auf dem Bildschirm“

Frauenpower!

© NDR/Thorsten Jander

Barbara Schöneberger ist einer der Gäste in „75 Jahre ARD – Die große Jubiläumsshow“ heute Abend im Ersten (20.15 Uhr)… und selbst eine gefragte Moderatorin. So moderiert sie aktuell die Kult-Show „Verstehen Sie Spaß?“… und trat damit in Fußstapfen von Paola und Kurt Felix die die Sendung einst prägten. Im ARD-Interview sprach Schöneberger nun über dieses Erbe und die allgemeine Entwicklung des Fernsehens in den letzten Jahrzehnten. Dabei setzte sie auch ein Zeichen für Female Empowerment!



Wenn Sie auf Ihre persönliche und berufliche Geschichte blicken, was war Ihr bedeutendster Moment mit der ARD und warum ist dieser für Sie so besonders?

Mein bedeutendster Moment in der ARD war mit Sicherheit die Übernahme der Moderation von „Verstehen Sie Spaß“, da das eine Sendung ist, die mich ein Leben lang begleitet hat. Und eine Sendung, die vor über 40 Jahren der gemeinsame Nenner aller Deutschen war. Wenn das abends lief und Karl Dall und Paola und Kurt Felix Spaß gemacht haben, dann hat die ganze Nation zugeschaut. Diese Lagerfeuer-Atmosphäre, die alle vereint, ist für mich immer noch ein Antrieb, möglichst Fernsehen zu machen für alle Altersklassen, für alle Generationen und auch für alle Humorfarben.

Welche Veränderungen im Fernsehen der letzten Jahrzehnte finden Sie am bemerkenswertesten?

Ich finde es toll, dass wir es mittlerweile geschafft haben, dass Frauen inzwischen, man kann sagen, in vielen Bereichen fast schon das Wort führen. Früher durften sie Schecks anreichen, Dinge vorlesen, die ihnen Männer geschrieben hatten und einfach nett aussehen. Am Bildrand stehen, sogenanntes „Schnittfutter“ sein. Da hat sich – zum Glück – vieles geändert. Egal, ob ich mir die kürzlichen TV-Duelle anschaue, die von zwei Moderatorinnen geleitet werden oder die Talkshows und Nachrichten mit den Journalistinnen und Korrespondentinnen. Früher waren da nur ältere Männer auf dem Bildschirm und jetzt sehr viele und sehr gute Frauen. Und auch in der Unterhaltung gibt es immer mehr weibliche Hosts, die durch den Abend führen.



Wie hat Ihrer Meinung nach die ARD die deutsche Kulturlandschaft geprägt und welchen Beitrag erhoffen Sie sich von der ARD für die Zukunft?

Die ARD ist für mich ein sehr wichtiger Punkt unserer Fernsehlandschaft. Ich bin ein großer Anhänger des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Gerade in dieser Zeit, wo unendlich viele unterschiedliche Kanäle jeden Tag Nachrichten „ausspucken“, braucht man die Struktur der Öffentlich-Rechtlichen, die pünktlich abends zur festen Uhrzeit unabhängig und vielschichtig berichten. Das mag auch mal mit Haltung sein, aber es ist eben immer gut recherchiert und darauf möchte ich als Zuschauer auch in Zukunft nicht verzichten.

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